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Bodenfröste sind eine große Gefahr für die Ernte

Veröffentlicht am 24.04.2017

Viel Arbeit und Sorgen bereiten uns momentan die kalten Nächte. Weil Erdbeerblüten und kleine Früchte schon ab -0,5°C erfrieren, müssen wir unsere Felder bei Bodenfrösten bis -6°C unbedingt ausreichend schützen, sonst ist ein Großteil der Mai-Ernte in einer einzigen Nacht vernichtet!

In der Nacht vom 19. auf den 20. April haben wir Temperaturen bis zu minus 8°C (!) gemessen. Bei so niedrigen Temperaturen ist ein Abdecken nur mit Vlies zu wenig. Deswegen werden die Felder in Frostnächten zusätzlich nachts beregnet. Das sich bildende Eis setzt Kristallisationswärme frei, die die Temperatur des Eises nicht unter -0,5°C sinken läßt - wenn immer wieder schnell genug neues Wasser aufgeregnet wird. Da darf kein Schlauch unbemerkt platzen oder ein Regner von der Kupplung springen. Deswegen sind wir in Frostnächten auf den Feldern unterwegs, um laufend die Frostschutzberegnung zu kontrollieren.

Ab Gründonnerstag (13.4.) haben wir angefangen, die Frostschutzberegnungen auf den Feldern aufzubauen und zu testen. So waren wir am 18. April zur ersten starken Frostnacht gerüstet. Bis jetzt konnten wir die Schäden bei uns in Grenzen halten. Wir gehen bis jetzt davon aus, im Mai und Anfang Juni ausreichend Erdbeeren anbieten zu können.

Für die 4 Nächte vom 25. bis 29. sind wieder starke Nachtfröste prognostiziert. Das wird ein weiterer Härtetest für Mensch, Material und Pflanzen. Bitte drücken Sie uns die Daumen, dass alles gut geht.